Kurzporträt der Lösung

Lösung:Plone
Kategorie:Ausgabe, Web Publishing
Web:http://plone.org

Über ihre Website führt die Freitag-Redaktion ein permanentes Gespräch mit ihren Lesern. Eine Online-Community mit hierarchischer Nutzerstruktur – bestehend aus Kommentatoren, Bloggern und so genannten Publizisten – nimmt so direkt Einfluss auf die Inhalte der Printausgabe. Die Redaktion bloggt mit, kommentiert und entscheidet, welche Online-Beiträge sie für das Blatt einkauft. Denn die Community-Mitglieder erhalten für ihre abgedruckten Artikel in der Printausgabe das gleiche Zeilenhonorar, das andere freie Redakteure auch bekommen.

Ein solches Redaktionskonzept, das die Verzahnung von Print und Online wirklich lebt, kommt natürlich nicht ohne clevere Redaktionstechnik aus. Die Redaktionskonferenz entscheidet, welche der besonders interessanten Online-Artikel sie ins Blatt nehmen will. Hierzu überträgt der Redakteur den Web-Artikel über eine Schnittstelle mit einem einfachen Schritt aus Plone in K4, von wo aus der Artikel nach journalistischen Kriterien von der Redaktion für die nächste Ausgabe der Wochenzeitung bearbeitet wird.

Umgekehrt stellt der Freitag natürlich auch Printartikel auf seine Website. Dazu redigieren und formatieren die Redakteure ihre Texte wie gewohnt in Adobe InCopy. K4 überträgt sie dann nach Plone. Mit der Anbindung funktioniert das ebenfalls ohne Handarbeit oder Expertenwissen. Beim Check-in-Dialog in Adobe InCopy setzt der Redakteur den Haken für „Web-Export“ und der Artikel steht innerhalb von Plone zur Veröffentlichung auf www.freitag.de zur Verfügung. Wird der gleiche Artikel später wieder in die Gegenrichtung übertragen, erzeugt die Schnittstelle keine Dublette sondern eine neue Version des ursprünglichen Artikels in K4.

Technisch stecken an der Stelle der K4 XML Exporter sowie ein „K4-2-Plone“-Plug-in dahinter. Der K4 XML Exporter generiert auf Basis der Artikel XML-Daten. Dazu muss der Redakteur die K4 Artikel zuvor auf den Export vorbereiten. In gelernter Manier setzt er Absatz- und Zeichenformate, aus denen das „K4-2-Plone“-Plug-in anschließend automatisch saubere XML-Informationen erzeugt. Der Redakteur benötigt also weder XML-Kenntnisse, noch können bei der Vorgehensweise Fehler geschehen. Um dem Anwender diese Funktionen auf eine intuitive Art an die Hand zu geben, wurde das K4 Edit Menu in Adobe InCopy um zwei „K4-2-Plone“-Punkte erweitert.

„Wir produzieren mit K4, weil es uns die größtmögliche Flexibilität bietet, zwischen Web und Print zu interagieren.“

Jakob Augstein, Autor und Verleger
der freitag

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Referenzen